Sommertüchlein mit Ito Gima

Angesichts der aktuellen Wetterlage haben ja viele von uns wieder ihre Wollgarne ausgepackt, und ich trinke in diesen Tagen auch wieder mehr heißen Tee als kalte Limonade. Aber vor einigen Wochen war ich noch ganz heiß drauf (haha), meinen Vorrat an Sommergarnen aufzufüllen und mich wolle Baumwolle, Leinen und Co. inspirieren zu lassen.  Unter anderem hatte es  mir das Ito-Garn Gima 8.5 angetan, das wirklich außergewöhnlich aussieht, mit tollen Farben aufwartet und auch wunderschön gewickelt ist. Lecker!

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Ich griff zuerst zu einem smarten Hellgrau (mal wieder 😉 !und packte erwartungsvoll meine feinen 3mm Häkelnadeln aus. Ein sommerliches Dreieckstuch sollte es werden. Mir war schnell klar, dass das exklusive Garn keine aufwändigen Stiche benötigt und durchforstete meine Häkelbücher nach passenden Mustern. Schlicht und homogen sollte es ausssehen.

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Ich mag jetzt gar nicht näher darauf eingehen, wie krampfig es am Anfang war, dieses Garn zu bändigen und die Spitze des Dreieckstuches hinzubekommen. Störrisch,  und widerpenstig ( Ich habe mir sagen lassen, beim Stricken verhalte es sich etwas gefälliger; und habe inzwischen auch festgestellt, dass es nicht jede Farbe gleich steif ist). Das Garn ließ und ließ sich nicht fest häkeln, und überhaupt sah jeder Stich anders aus.  Obwohl ich zu Beginn zweifellos stinkwütend war, weil es nicht funktionieren schien, hab ich aber nicht aufgegeben.

Ich muss dazu sagen: hätte ich mehrfädig gehäkelt oder mit einem zweiten Garn gearbeitet, wäre es sicherlich viel leicht von der Hand gegangen. Aber ich hatte mir etwas Filigranes in den Kopf gesetzt und dazu musste es nunmal einfädig sein!

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Mit der Zeit lief es etwas besser, nämlich als ich beschloss, die Unregelmäßigkeiten , die beim Häkeln durch das steife Garn entstanden, einfach anzunehmen und zur Hauptsache zu erklären. Gut für meine Nerven und gut fürs Design! Da ich beidseitig nur mit einfachen Zugaben arbeitete, entstand ein zierliches und eher steiles Dreieck. Es ist eher ein Tüchlein geworden als ein Tuch, aber ich finde es als kleinen Akzent sehr schön und auch ganz lässig, besonders wenn voluminösere Tücher dann jetzt doch hoffentlich bald chlzu warm werden.

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Es ist übrigens so, dass dieses extrem Unregelmäßige sich mit der Zeit aushängt, und wenn man das Tuch wäscht, sowieso. Diesen Umstand, dass sich das Tuch mit dem Tragen verändert, gleichmäßiger und anschmiegsamer wird, mag ich besonders. Auf dem letzten Bild sieht man ganz gut, dass die Struktur insgesamt etwas homogener geworden ist. Der Stich ist übrigens ganz simpel eine abwechselnde Folge von Luftmaschen und festen Maschen, die in die Luftmaschenzwischenräume der vorangegangenen Reihe gestochen werden. Ito Gima kann man zum Beispiel bei Handmade Berlin im Online-Shop erstehen.

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Wie sieht es bei Euch aus? Habt Ihr schonmal mit Ito Gima gehäkelt oder gestrickt? Wie sind Eure Erfahrungen?

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