Neu im Programm: Podcast Kreativ Kommissariat

So, jetzt hat mich das Social Fieber endgültig gepackt. Gestern habe ich meinen ersten Podcast online gestellt. Ich habe ihn Kreativ Kommissariat getauft, er wird auf deutsch gesendet und es wird sich ums Häkeln drehen (natürlich), aber generell möchte ich mich mehr dem Überthema Kreativität widmen.

In der ersten Folge stelle ich mich vor, erkläre, wie ich auf die Idee gekommen bin zu podcasten und erzähle, wie ich zum Häkeln und zum kreativen Arbeiten.

Hier kannst Du Dir den Podcast anhören. Unten findest Du die Transkription:
Soundcloud: https://soundcloud.com/nicki-hirsch/kreativkommissariat

Itunes: https://itunes.apple.com/de/podcast/kreativ-kommissariat/id1277027614?mt=2

Youtube (audio):

Und hier die Transkription:

Hallo und Herzlichen Willkommen beim Kreativ Kommissariat,

Ich bin Nicki Hirsch, ich bin Häkeldesignerin aus Berlin, vielleicht kennst du mich von instagram oder hast schonmal in mein Blog gekuckt, ich versuche mich heute mal an diesem Podcast, weil genau das Bloggen bei mir noch nie so richtig funktioniert hat. Ich weiß nicht ob Ihr das kennt, ich hab eigentlich seit Jahren vorgehabt, ein tolles blog ins Leben zu rufen, hatte auch immer Spaß daran mit WordPress zu spielen, mir schöne Themes rauszusuchen und die Seite möglichst schön zu gestalten. aber wenns dann ans bloggen ging hat es komischerweise nie so richtig funktioniert, also, ich hab dann ein paar Posts geschrieben, und nach kürzester Zeit hab ich dann die Prioritäten leider total anders gesetzt. Und außerdem hat mich leider in letzter Zeit auch zunehmend frustriert, dass ich das Gefühl hatte, dass jeder der auf mein Blog kommt hat eigentlich nur nach einer kostenlosen Anleitung gesucht. Und all das hat mich irgendwie demotiviert und deshalb ist aus dem Bloggen irgendwie nie so richtig was geworden, aber ich hatte letzte Woche so einen angenehmen, ganz tollen Dreh bei Dawanda, und da haben wir uns auch unterhalten eben über Social Media, und die DIY-Szene, und da hieß es eben dass Podcasten neben dem Youtuben ja gerade so angesagt sei, und warum ich das denn nicht machen würde. Naja, und eigentlich hab ich jetzt die ganze Woche immer wieder darüber nachgedacht, warum ich das nicht mal mache,  denn zu erzählen hab ich ja eigentlich immer was, und probieren kann mans ja mal. Und wenn Ihr daran Spaß habt, dann entsteht ja vielleicht auch mehr daraus.Und ich hab mir dann überlegt, worüber könnte ich denn podcasten, Denn nur übers Häkeln ist natürlich ein bisschen schwierig, da würde sich eigentlich Youtube eher anbieten, aber ich hab ehrlich gesagt nicht immer Lust, mich so fein rauszuputzen. Und ich glaub deswegen, Podcasten ist für mich vielleicht doch besser geeignet, und man kann das auch so schön nebenher hören, das gefällt mir ja besonders daran, dass wenn man einen Podcast hört und auch wenn man ihn macht nebenbei noch was anderes machen kannm, zum Beispiel häkeln oder stricken oder auch nähen oder malen oder was auch sonst Dir gerade einfällt. Nur Fernsehen kannst Du nicht, denn dann verstehst Du ja nicht mehr was ich sage.

Naja, so dachte ich mir, was beschäftigt uns denn alle in der DiY Szene  – Kreativität ntaürlich. Wir sind natürlich alle kreativ, aber manche würde ihre Kreativität vielleicht besser kanalisieren oder mehr darüber erfahren.

 

Mein eigener Werdegang was die Kreativität angeht  – das erzähl ich eigentlich relativ häufig und hab es vielleicht auch schon im Blog verwurstet. , dass ich in meiner Kindheit nämlich als total unkreativ galt.Also ich wurde zwar in diverse Musikkurse gesschickt udn Ballett und musste Klavier lernen und Flöte und Querflöte, aber gerade im selbstgestalterischen Bereicht, also in Kunst oder Basteln, da wurde mir eigentlich immer bescheinigt dass ich ne totale NIete sei. Joa, und das hab ich dann natürlich auch irgendwie geglaubt.Zum Beispiel wie mir auch immer gesagt wurde ich hätte kein Gefühl für Farben und ich hätte so einen schlechten Geschmack. Ja, und inzwischen arbeite ich an meinem zweiten HÄkelbuch und habe vielleicht doch nicht so einen schlechten Farbgeschmack. Jedenfalls kann man daran erkennen, ich hab ein ganz schwieriges Verhältnis zur Kreativität, weil ich mich eben einen Großteil meines Lebens für total unkreativ gehalten habe, und deshalb ist mir das jetzt umso wichtiger dass meine Kreativität anerkannt wird.

Und ich bin ja auch sehr spät erst zum Häkeln gekommen. Ich hab natürlich wie viele in meinem Alter in der Grundschule häkeln lernen müssen. Luftmaschenkette und Topflappen. War da aber auch wie gesagt auch wirklcih sehr schlecht und hatte auch kein Bock und es sah bei mir immer grauenvoll aus. Und dann habe ich das sehr lange Zeit liegen lassen, und als dann meine Tochter geboren wurde, hab ich dann plötzlich Lust gekriegt was zu machen. MIr war ziemlich langweilig zuhause, ich hatte vor der Geburt immer viel gearbeitet,  und kannte das gar nicht dass ich mich vor allem geistig mal nicht mit irgendwas auseinandersetzen kann, weil ich entweder zu müde war oder Windeln wechseln musste, also richtig klischeehaft war mich stinklangweilig. Und dann kam ich darauf, au mensch, die Amigirumis sehen ja so niedlich aus, machste doch mal ein Amigurumi für Deine Tochter. Und dann hab ich aber gemerkt so einfach ist dann doch nicht, vielleicht sollte ich überhaupt erstmal lernen wie HÄkeln geht, und dann hab ich mich eben ne ganze Zeit lang abends immer in die Küche gesetzt und hab mir da Youtube Videos angemacht und hab dann mit dem Nadelspiel aus Österreich hab ich dann wieder häkeln gelernt. Also, Dankeschön, liebes Nadelspiel.Aber ich hab immer noch kein Amigurumi gemacht seitdem. Das ist jetzt 6 Jahre her fast, Ich hab dann gedacht, wenn ich schon was mache für mich, dann doch richtig. Und hab dann erstmal angefangen mit Mützen und Schals und bin dann irgendwie bei den Accessoires geblieben. Inzwischen ist auch Wohndeko dazugekommen, aber ein Amigurumi hab ich leider noch nicht gemacht. Mich schreckt so ein bisschen dieses akkurate HÄkeln in festen Maschen, schreckt mich so ein bisschen ab, aber das ist ja auch das schöne am Häkeln dass es so breitgefächert ist. Es ist für alles irgendwie geeignet. Und jeder kann sich da selbstverwirklichen auf verschiedenste Art udn Weise. Manche lieben Granny Squares häkeln, manche lieben Socken häkeln, viele eben auch Amigurumis, Toll.Taschen – ich hab ganz lange viele Taschen gehäkelt und wollte die auch immer verkaufen. Aber das hat sich irgendwie nie ergeben. Ich hab nämlich auch mal angefangen zu nähen, ich hab mal einen Nähkurs gemacht, auch als meine erste Tochter noch ein Baby war. Und hab dann recht schnell gemerkt, NÄhen ist nichts für mich. Weil da kommts eben auf so – ja ich weiß nicht, dass ist natürlich so ergebnisorientiert. Es geht relativ schnell,  und da muss halt die Naht sitzen. Beim Häkeln ist es natürlich auch so. Wenn das Teil erstmal gewaschen und gespannt ist kann man die ganzen Fehler immer gut sehen, aber das ist irgendwie mehr prozessorientiert. Da ist das Häkeln an sich und die Zeit die ich mit der Wolle verbringe, die ist irgendwie länger und hat mehr Gewicht, deswegen liegt mir das glaub ich mehr.

Ja, das ist so mein Weg zur Kreativität und mein Weg zum Häkeln, inzwischen ist ja aus dem Hobby auch eher schon ein Beruf geworden, also ich habe ja angefangen vor 2 Jahren meine ersten Anleitungen zu verkaufen, und es wären jetzt bestimmt auch schon viel mehr, wenn nicht Ende letzten Jahres der GU Verlag, also Graefe und Unzer, auf mich zugekommen wäre, und mich gefragt hätte ob ich nicht ein Buch mit denen machen will. Das hat mich natürlich total geehrt, hab ich natürlich auch nicht Nein gesagt, und hab jetzt also ein halbes Jahr an diesem Buch gearbeitet, das wird jetzt im Oktober erscheinen, ich bin furchtbar aufgeregt udn damit ist jetzt irgendwie auch klar, dass Häkeln nun zu meinem Beruf gehört. Ich sitz jetzt schon an meinem zweiten Häkelbuch, das wird im nächsten Jahr erscheinen und zwar auf englisch, und äh, ja, es läuft, und es läuft gut, und es macht mir unheimlich viel Spaß, auch wenn mir ab und zu die Handgelenke weh tun, und auch wenn ich mich manchmal frage wohin das alles führt und wie lange ich das machen kann, … jetzt ist es gut so wie es ist,

Jetzt wisst Ihr Einiges über mich und meine Kreativität, und wie das alles gekommen ist, und in der nächsten Woche finden wir dann bestimmt ein neues Thema über das wir reden können.

Ich wünsch Euch was! Schöne Grüße aus dem Kreativkommissariat, Eure Nicki

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*